Be yourself; Everyone else is already taken.
— Oscar Wilde.
This is the first post on my new blog. I’m just getting this new blog going, so stay tuned for more. Subscribe below to get notified when I post new updates.
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Heute ist eigentlich nur eine Autofahrt auf dem Programm, wieder 450 km.
Die Mädchen haben die Kleidung, die sie verschenken wollen zurecht gelegt, denn am Tag vorher waren wir nicht gut vorbereitet. Ein kleiner, vielleicht vierjähriger Junge stellte sich mitten auf die Straße, sein sechsjähriger Bruder daneben und versuchte uns anzuhalten. Es war die Zufahrt zur Nundalodge, also eine sehr sandige Straße, wir fuhren eh langsam. Wir verschenkten unsere Salbeibonbons und Stifte, Kleidung war im Kofferraum. Das tat den Mädchen sehr leid, denn die Kinder waren so süß.
In Rundu kauften wir noch sweets und Lollis, denn danach wurden wir sogar von Straßenarbeiterinnen gefragt, ob ihnen die Salbeibonbons geschmeckt haben?
So ausgerüstet schauten wir nach Kindern und Souvenir Ständen. Und so kauften wir hier und da ein paar Souvenirs, sogar eine Trommel.
Wir wurden alle Kleidung, Nutella und alle sweets los. Wir alle hatten viel Spaß beim verschenken.
Gegen 16.00 Uhr kamen wir in der Podonki Camp Lodge an, in der Nähe von großen Städten, sind die Lodges nicht so teuer, darum haben wir uns wieder mal ein Bett gegönnt.
Um 18.00 Uhr können wir zum Abendessen. Also Fleisch kann man in Namibia echt gut essen. 400 Gramm Rumsteak für 9 Euro mit Pommes und der Softdrink, nicht mal 1 Euro. Wir haben nicht alles geschafft, und bekamen das Essen eingepackt. Um 20.30 gingen wir schlafen, obwohl wir Elektrizität hatten. Die Dunkelheit fördert die Müdigkeit.





In der zweiten Nacht in Nunda hörte ich dann doch die Hippos, sie grunzten tief und ich hatte das Gefühl sie waren auf Campsite 8 neben uns, wahrscheinlich waren sie dann doch etwas weiter, denn am Morgen konnte ich in der Buschzeitung keine Spuren von ihnen entdecken. Vielleicht war das auch besser so. Besonders vielfältig war das Vogelkonzert, das uns weckte.
Leider verließen wir Nunda heute, fuhren aber noch in den Buffalo Game Park, der 20 km entfernt liegt. Heute war die letzte Chance Löwen zu sehen und ich trällerte voller Zuversicht „in the dungle the lion sleeps tonight“ aus König der Löwen.
Um 11.30 fuhren wir dort hinein. Wir sollten uns immer am Fluss, kawango, halten. Wir hatten eine Handgemalte Karte von dem Lodgebesitzer und den Hinweis „Leoparden liegen meist auf Bäumen und Löwen auf der Erde“ Eine Löwin habe gerade zwei Junge.
Lange sahen wir nur die üblichen Kudus, Springböcke und wieder Paviane, aber auch Warzenschweine und eine schwarze Variante vom Onyx. Im Wasser dann aber auch eine riesige Herde von Wasserbüffeln. Und zwei Elefanten, die im Wasser spielten. Das war schön. Einen großen Weißkopfadler hoch im Baum.
Nach 2 1/2 Stunden beschließen wir zurück zu fahren, nach einem kleinen Halt. Sprachen wir wieder über die Verstecke der Löwen und ich meinte mit einem Verweis auf die linke Autoseite, dass sich Löwen eher auf dieser Seite verstecken würden und sage, da ist einer. Wir können es kaum glauben, ganz in der Nähe von uns liegt ein Prachtexemplar (mein neues Lieblingswort) ein männlicher Löwe, ganz allein. Wir stellen das Auto ab, obwohl Frank jetzt unsere Bitten, langsam, noch ein bisschen vor oder langsam zurück, schon super gut befolgt. Wir sind ein super Team. Unsere Fotoapparate klicken. Der Löwe steht auf, dreht sich und gähnt. Es ist wunderbar zu beobachten. Nach 20-30 Minuten fahren wir beseelt weiter und denken, das war nun wirklich der Höhepunkt und erwarten nicht mehr viel. Aber ganz plötzlich sagt Matthea Elefant und das war wirklich untertriebenen. Wir standen mitten in einer Herde von Elefanten, vielleicht 10 Tiere oder mehr, das Dickicht lässt das nicht erkennen, was aber sehr schnell für uns klar wird, den Elefanten gefällt unsere Anwesenheit überhaupt nicht. Sie tröten und einer kommt auf uns zu. Schnell hat Frank den Rückwärtsgang eingeschaltet und fährt rückwärts. Uns sitzt der Schreck echt in den Knochen. Wir warten, sehen die Elefanten nur durch das Dickicht, aber sie bleiben aggressiv, so kommt es uns vor. Nach einer Weile sind sie weiter gezogen und wir fahren sehr langsam an der Stelle vorbei. Nach einem km sind wieder zwei große Elefanten direkt neben der Straße, neben unserem Auto, vorher nicht zu sehen, wieder ein lautes Tröten, mein Fenster war offen und ich sagte zu Frank, fahr weiter und er wurde wirklich schnell. Jetzt war uns wirklich klar, wir sind in der freien Natur und die Tiere sind Wildtiere.
Das war ein unglaublicher Tag, der letzte Safaritag unserer Reise, der Caprivi hat sich wirklich gelohnt. Ehrlich gesagt, waren wir froh, dass wir an diesem Tag sicher aus dem Gamepark heraus gekommen sind.
Unser Riverdance Campsite war ca. 40 km Richtung Rundu, wieder mit Blick auf den Fluss, aber mit einem Sicherheitsabstand. Eigenen Toiletten und sehr ruhig. Wir gönnten uns ein Abendessen in der Lodge. Unglaublich, gekrönt mit wieder einer wunderschönen Lodge plus Campsite.


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Die beste Nachricht des deutsch sprechenden Lodgebesitzers war, dass die Tiere erst ab Mittag/ Nachmittag rauskommen, Da es ihnen vorher viel zu kalt ist. Das können wir gut verstehen und darum dürfen alle solange schlafen, wie sie wollen. Das gelingt nicht wirklich so toll, da die Gruppenreise neben uns schon im Dunkeln die Zelte abbaut und wir natürlich wachwerden, und wenn man seit 9.00 Uhr im Bett liegt, muss ich spätestens um 7.00 morgens das Zelt Richtung Toilette verlassen. Trotzdem ist es schön danach wieder in den warmen Schlafsack zu krabbeln. Zum Frühstück freue ich mich auf meinen warmen Porrige mit Caramelgeschmack. Frank kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Aber schön ist es ohne Druck zu frühstücken, Salomea geht es inzwischen schon etwas besser. Aber viel isst sie nicht. Leider müssen wir die Zelte abbauen, da wir in den Mahangu Game Park fahren wollen. Ich hoffe auf mehr Elefanten und wir alle wollen einen Leoparden oder Löwen sehen.
Erst um12.30 fahren wir los, Tisch und Stühle können da bleiben, weil wir eine zweite Nacht bleiben wollen.
Der Park ist nicht weit und schon sehen wir die üblichen Kudus, Springböcke, Antilopen, und wir fahren langsam, aber keine Wildkatze ist zu sehen. Dafür als neue Tiere: Paviane, mit ganz blauen Hoden. Und auch Nilpferde, div. Vögel etc. Beim großen Baobab Baum machen wir eine kleine Pause, sonst dürfen wir ja nicht aussteigen.
Frank entscheidet sich irgendwann einen anderen Weg zu fahren und ich denke, das wir es nicht dürfen, als wir drei schöne Elefanten auf dem Weg sehen. Sie sind sehr nah bei uns und lassen sich nicht durch uns stören. Es dauert wirklich lange bis wir weiter fahren dürfen. Immer wieder sehen wir einzelne Elefanten.
Dann geht es zum einzigen Wasserloch, das 11 km in die andere Richtung liegt, aber auf keinen Fall sollten wir weiter fahren, da würde sei Strecke zu schlecht, sagte die Frau am Eingang und auch nicht vom Weg abfahren. Also fuhren wir 11 km, 13 km, kein Wasserloch zu sehen und auch keine anderen Menschen, der Weg wurde immer sandiger, so dass ich irgendwann echt Panik hatte, wir könnten stecken bleiben und wären doch vom Weg abgekommen. Die Frau hatte mich so eindringlich davor gewarnt, nicht weiter zu fahren, dass ich Frank eindringlich bat umzukehren. Dumm von mir, denn den Weg, den wir danach ausprobiert haben, war noch schlimmer. Was wir daraus lernen: afrikanische Zeit und km Angaben sollte man nicht mit deutscher Pedanterie ernst nehmen. Aber eigentlich hatten wir auch ohne Wasserloch viele schöne Tiere gesehen.




Wieder gab es ein tolles Frühstück. Allerdings haben wir ganz schön gefroren. Ich hatte Franklin morgens schon eine lange sms geschrieben, wo er bitte die Pässe suchen sollte. Denn mir war eingefallen, dass ich ja im hintersten Schrank alle Fotoapparate und alle Wertsachen versteckt hatte, vielleicht sind sie dort rausgefallen. Oder eben unter dem Bett.
Während des Frühstücks überlegten wir, wann wir die Botschaft anrufen, um Ersatzpapiere zu besorgen, gut, dass wir das Stammbuch mit hatten, aber kurz nach dem Frühstück kam der erlösende Anruf von Franklin, er hat die Pässe gefunden. Und er hat auch eine gute Idee, so dass wir nicht noch einmal nach Swakopmund fahren müssen. Ein Freund bringt sie nach Windhoek zu dem Besitzer des Appartement, dort holen wir sie am Montag morgen ab, der Flug geht ja erst um 17.00 Uhr. Hoffentlich klappt alles. Auf jeden Fall können wir die letzten 200 km bis zu unserem weitest entfernten Campsite beruhigt fahren. Rechts und links von der Straße liegen viele kleine Dörfer mit einfachen Blechhütten oder traditionellen riedgedeckten Rundhäusern. Die Vegetation hat sich auch geändert, es gibt viel mehr grüne Bäume, aber eben doch ganz andere als bei uns. Und die Kinder winken uns zu.
Da wir nicht lange fahren mussten, kamen wir gegen 13.00 Uhr am Campingplatz an, der gleichzeitig auch eine Lodge namens „Nunda“ ist. Die schöne Anlage mit vielen exotischen Blumen und Palmen ist sehr schön, vor der Lodge erstreckt sich eine sehr große Terrasse hoch über dem Kawangoriver. Wir genießen ein gekühltes Getränk und melden uns für die sundown Bootstour um 16.00 Uhr an.
Unsere Campsite ist Nummer 7, direkt am Fluss gelegen, das hatte ich schon im Januar gebucht. Und alle freuen sich über die Lage, bis wir mitten im Fluss die Krokodile entdecken. Ich hatte auch in einem Reisebericht gelesen, dass Hippos nachts das grüne Gras auf der campsite knabbern würden, aber daran glauben wir nicht so richtig, denn sie sind nicht zu sehen.
Nach ein bisschen Entspannung, gehen wir um 15.45 zum Bootsanleger, irgendwie haben wir immer noch nicht das afrikanische Zeitverständnis, denn außer ein paar Touristen ist kein Guide zu sehen. Nach einer Weile kommt sogar ein deutsch sprechender, der sehr geschäftigt wirkt und meint unsere Gruppe ist zu groß. Es ist nämlich eine Gruppenreise auf den Campingplatz gekommen, davon gibt es hier auch einige. Diese tun uns noch mehr leid als die anderen, denn sie sitzen in einem offenen Wagen. Zwar werden sie bekocht und gefahren und müssen nur beim Zelte aufbauen helfen, aber mit Fremden in einem engen Bus zusammen zu sitzen und die Selbstbestimmung aufzugeben, kann ich mir nicht vorstellen.
Egal, in Afrika ist man auch sehr flexibel. Nach 15 Minuten werden wir von einem Boot von der Nachbarlodge abgeholt und die Tour startet. Vorbei an unseren Krokodilen und an vier dicken Hippos, die an Land im Sand liegen. Wir sehen nur ihre Popos. Nach so viel unterschiedlichen Wüsten tut das Wasser richtig gut. Die Popa-Wasserfälle sind sehr klein und kein richtiger Wasserfall, trotzdem dürfen wir auf der Sandinsel aussteigen, um Fotos zu machen.
Der Guide erzählt noch Geschichten von Krokodilen und Hippos. Auf der Rückfahrt sind die Hippos im Wasser und wir sehen die Nasenlöcher aus dem Wasser hervor lucken. Hippos sind die gefährlichsten Tiere Namibias, sie sind sehr aggressiv und jedes Jahr sterben Menschen durch einen Angriff. Darum halten wir auch immer einen großen Sicherheitsabstand. Der Sonnenuntergang wird sehr schön, aber leider haben wir nicht so ganz viele Tiere gesehen, neben den genannten, sahen wir noch bunte Vögel und einen Otter.
Der Abend ging bei Feuer, gegrillten Kartoffeln, Chickenfleisch und Möhren zu Ende. Nachts wurde es sehr kalt und wir waren sehr froh die Schlafsäcke und die Decken dabei zu haben. Besonders morgens ist es echt kalt, obwohl uns alle gesagt hatten, im Caprivi ist es nicht so kalt.










Nach dem schnellen Abendessen, Kartoffelsuppe aus der Dose und dem letzten Schluck „Amarula“ war ich, Juliane, sehr lustig und wir haben schön zusammen gespielt. Bonjour Madame, ein Spiel, dass ich schon als Kind gespielt habe und jetzt den Kindern beigebracht habe.
Doch am frühen Morgen fragte ich mich, ob ich Salomeas Vermutung, mein und Mattheas Reisepass sei beim Stammbuch, nicht mal überprüfen sollte, denn das letzte Mal hatte ich sie in Swakopmund gesehen. Die Unruhe trieb mich aus dem Bett und ich räumte meine ganze Tasche aus, beim Stammbuch waren sie nicht und auch sonst nirgends in den vielen Sicherheitstaschen, die ich mit hatte. In mir reifte die Gewissheit, die Pässe sind weg. 😨😱
Leichte, bis mittelschwere Panik ergriff mich. Ich hatte alle fünf Pässe im Bauchgurt bis ich drei davon in Franks Verantwortung gegeben habe in Swakopmund. Zwei habe ich behalten, aber wohin getan? Um 8.00 Uhr morgens rief ich Franklin an, den Verwalter des Appartement. Ich glaube, ich habe ihn geweckt, war aber trotzdem ganz freundlich. Er versicherte mir er würde nachschauen, aber erst morgen. Noch war Frank total entspannt und gewiss, dass ich sie an einen sicheren Ort getan hatte. So fuhren wir erst Mal weiter, die längste Strecke der Tour, 430km, aber und das ist echt ein Unterschied, paved road, Asphaltstraße.
Nach 95 km kamen wir zum Lake Otijkoto, das bedeute „tiefes Loch“ in der Hererosprache. 1915 als sich die Deutschen Schutztruppen zurück ziehen mussten, versenkten sie einen Großteil ihrer Ausrüstung, Kanonen, Munition und Gewehre darin. Der See war ganz nett, schön war der Park drumherum, besonders der Pythonbaum, der sich um andere Bäume wie eine Python schlingt. Beine vertreten war eine gute Abwechslung und dann weiter bis zum Sparmarkt in Grootfontein. Tanken, Vorräte auffüllen und weiter gehts. Leider haben wir keine Zeit für den Gottesdienst in der schwarzen Gemeinde gegenüber.
Die Fahrt verläuft zügig, nur ab und zu gibt es afrikanischen Stau, das sind dann Ziegen oder Rinder, die die Straße überqueren. Irgendwann meint Salomea wir müssten mal anhalten, ihr sei sehr schlecht. Sie sieht auch sehr weiß im Gesicht aus. Wir halten und sie steigt aus, zum Glück kann ich sie gerade noch davon abhalten sich auf die Ölverschmutzte Fahrbahn zu setzten und meine, sie solle sich an ihren Sitz lehnen, gehe weg von ihr, als sie ohnmächtig wird und zusammensackt. Matthea ruft, ich laufe, wir legen sie auf die Rückbank, Füße hoch und sie kommt langsam wieder zu sich. Sie trinkt, isst etwas und wir fahren weiter. Den Rest der Reise darf Salomea die Füße hoch auf die Mittelkonsole legen. Sie bleibt blaß.
Als wir in Rundu ankommen, führt uns unser Navi durch seltsame Nebenstraßen und jetzt fühlen wir uns wirklich in Afrika.
Da wir noch Zeit haben, besuchen wir wieder ein Freilichtmuseum, eines anderen Stammes, die am Fluss Kawango leben. Tatsächlich ist der Hausbau sehr unterschiedlich zu den Damara. Auch die Gesänge sind eintöniger. Wieder war es sehr interessant.
Glücklich und müde von der Fahrt, kommen wir in unserer superschönen Lodge an. Endlich mal wieder echte Betten. Die Kinder haben eine Suite mit freistehender Badewanne, toll. Wir freuen uns auf das Abendessen. Fisch aus dem Fluß für mich und die anderen nehmen Beef 🥩 und Frank Elandantilope. Alles ist sehr lecker und wir genießen den Abend. ![]()
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Olifantrus war tatsächlich der schönste Campingplatz im Etosha. Dort waren wir noch sehr für uns. Und der Ausguck bot einen guten Blick auf das Wasserloch. Nachdem wir viele Kilometer gefahren sind und viele Springböcke, Zebras, Kudus u.a. gesehen haben, kamen wir in Okaukuejo an, dort waren viele Menschen, aber auch ein wunderschönes Wasserloch, an dem gerade sechs Elefanten tranken und spielten. Es war auch ein Kleiner dabei. Endlich konnte ich sie etwas länger beobachten, doch leider waren sie schon auf dem Rückweg und zogen bald weiter. Die Löwen hatten wir auch gerade verpasst. Dafür schöne Vögel fotografiert.
Und wieder ins Auto und zu den nächsten Wasserlöchern bis zu Halali, unserem nächsten Campingplatz, sind es noch weitere 90 km. Am Nachmittag wird es im Auto doch echt warm. Auf dem Weg sahen wir wieder viele Springböcke, heartbeast, Zebras, Giraffen etc.
Aber wir waren dann doch froh, nach einem Tag im Auto auf ruckeliger Straße in Halali anzukommen. Der Campingplatz gleicht vielleicht doch eher einem deutschen, die Wagen stehen sehr eng aneinander, es gibt Gemeinschaftswaschräume und nach der vielen Einsamkeit mögen wir die vielen Menschen gar nicht mehr.
Aber es gibt ein schönes Wasserloch, an dem wir wieder ein Nashorn sehen. Zwei Löwen liegen weit entfernt unter einem Baum. Sie sind faul liegen und schlafen und sind kaum zu sehen. Aber als es dunkel geworden ist, hören Salomea und ich ein wunderbares Konzert. Die Hyänen rufen und lachen, es sieht so aus als wollten sie die Löwen ärgern. Irgendwann wird es dem Löwen zu viel und er brüllt tief und laut. Leider können wir nichts davon sehen, aber die jene mit dem Löwen zu hören ist sehr beeindruckend. Danach gehen wir schlafen und wieder ist ein Tag zu Ende.
Unsere letzter Tag im Etosha beginnt früh, weil die Gruppen rechts und links von uns schon im Dunkeln aufbrechen. Ich laufe schnell zum Wasserloch, aber kein Tier will bei der Kälte am Morgen etwas trinken.
Unsere Fahrt führt uns durch einen einsamen Weg, die Straße ist so holprig wie noch nie, aber da endlich sehen wir sie, drei Elefanten eine Mutter mit zwei kleinen, sie grasen und gehen langsam weiter. Wir sehen immer mehr Tiere und zum Schluss noch einen einsamen, großen Elefanten direkt an der Straße. Am Ende besuchen wir noch das Fort Nambutoni, essen ein Eis und verlassen den Park. Am Ausgang werden wir noch kontrolliert, ob wir Fleisch mit haben. Zum Glück hatten wir es vorher aus dem Kühlschrank raus genommen und in eine Tasche gesteckt. Direkt hinter der Ausfahrt ist unser Campingplatz. Onguma Tamboti, Mit einem privaten Badezimmer und einem schönen Pool, an dem wir den Tag ausklingen lassen.
Ich wäre gerne noch einen Tag länger im Park geblieben.


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Nachdem wir wie üblich alles zusammengepackt hatten, verabschiedeten wir uns von Deska und machten uns auf zu der Schule. Nach 4 km erreichten wir sie. Hoppes hatten diese Schule letztes Jahr besucht und uns davon erzählt. Juliane hatte schon in den Tagen davor intensiven E-Mail Kontakt mit Solina, der Direktorin. So wurden wir schon von ihr erwartet und sehr herzlich begrüßt. Sie führte uns durch die ganze Schule, auf der über 300 Schüler sind. Über 200 Schüler leben dort wie in einem Internat. Als erstes zeigte sie uns eine erste Klasse – die Kinder dort waren sehr aufgeregt und freuten sich uns zu sehen. Die Klassenlehrerin versuchte uns die vier unterschiedlichen Klicklaute in ihrer Sprache beizubringen. Nur salomea schaffte es einwandfrei. Dann durften die Kinder uns Fragen stellen. Sie wollten wissen wo wir herkommen in welche Klassen unsere drei Mädchen gehen und wie wir nach Namibia gekommen sind. Dann sagen sie noch ein Lied für uns. Zum Abschied wollten sie uns alle abklatschen, was uns sehr Freude aber auch verwunderte. Dann kamen wir in eine 7. Klasse, die hatten gerade Agrikultur Unterricht. Auch dort wurden uns zwei Lieder gesungen es war ein wunderschöner Chor mit tollen Stimmen. Als diese Schüler uns Fragen stellen durften wollten sie wissen welche gefährlichen Tiere ist bei uns in Deutschland gibt. Da waren wir erstmal überfordert und haben nur „Wolf“ gesagt. Dann wollten sie noch wissen, ab wann man bei uns wählen darf. Jolina zeigte uns dann noch die Küche, die draußen auf dem Hof steht und einen Schlafraum der Kinder. Gerade der Schlafraum war für uns sehr erschütternd. Denn dort standen insgesamt 8 Doppelbetten in einem Raum. Persönliche Dinge waren in einer Art Metallkoffer in einer Ecke zusammengestellt. Aber nicht alle Kinder hatten so einen Koffer. Jolina meinte einige haben ihre privaten Dinge auch einfach nur unter der Matratze. Die Matratzen waren sehr einfach und teilweise auch schon kaputt. Die Kinder haben oft noch nicht einmal das Geld für die Decken und die Kissen, das wird der Schule alles gespendet. Wenn die Kinder Ferien haben im Dezember vier Wochen, dann laufen einige von ihnen bis zu 40 km nach Hause. Als wir auf den Schulhof traten, begann gerade die große Pause. Die Kinder waren echt überfordert, als ganz viele von den Schülern sie umringten, ihre Haare anfassen wollten, und immer wieder nach Ihren Namen fragten, und in welche Klasse sie gingen. Danach durften wir uns noch in das Buch der Schule eintragen übergaben unsere Geschenke, Buntstifte und Papier und auch eine kleine Spende und dann verabschiedeten wir uns wieder. Gerade unseren Kindern war dieser Besuch sehr eindrücklich. Dann ging es Richtung Etosha. In Kamaljab wollten wir unsere Vorräte auffüllen. an der Tankstelle wurde Juliane von vielen Frauen umringt, die ihr Schmuck verkaufen wollten. Das hatte schon etwas bedrückendes. Überhaupt merkten wir, wie ungewohnt für uns solch eine etwas größere Stadt inzwischen war. Wir fühlten uns etwas unwohl die Kinder wollten gar nicht aus dem Auto steigen. Wir sind dann aber doch alle in den Supermarkt gegangen, dort hätten wir unsere 5 Liter Flaschen auffüllen können, aber inzwischen hatten wir sie weggeworfen. Wir bekamen alles, was wir auf unsere Einkaufsliste geschrieben hatten, auch ein Dosenöffner und ein Schälmesser waren dabei. Nach 100 Kilometern kamen wir am Galton Gate an. Dort mussten wir unseren Kofferraum öffnen und wurden nach Plastiktüten durchsucht. Eine kleine weiße Tüte musste ich vor den Augen des Polizisten wegwerfen. Er erklärte mir, das trüge zur Müllvermeidung bei. Er fragte mich auch, ob wir Schusswaffen dabei hätten. Als er unsere Töchter sah, wurde er gleich viel freundlicher, und erklärte mir bei ihm zu Hause wären sie zu fünf Söhnen und fünf Töchter gewesen. Die ersten Kilometer im Park waren sehr ruckelig. Ganz zu Beginn sahen wir einen Springbock, dann eine ganze Weile gar gar kein Tier. Wir fuhren brav die Wasserlöcher ab die auf der Karte eingezeichnet waren und die Kinder hatten die Tiere ab, die wir sahen. Nach einer Weile hatten wir verstanden, das Zebras und Impalas eigentlich fast immer und überall waren. Etwas Besonderes waren Giraffen oder auch Wilddeere, Elefanten sahen wir insgesamt 15. Kudus Springböcke gab’s auch öfters. Gegen 16 Uhr kamen wir an unserem Campingplatz Olifantrus an. Es war ein staatlicher, so waren aber alle im Park. Wir hatten diesmal keine eigene Toilette oder Dusche, sondern mussten zu den Gemeinschaftseinrichtungen laufen. Routiniert, wie wir waren, bauten wir unsere Zelte auf, bis ein junger Holländer, unser Camping Nachbar, zu uns kam, und meinte, wir müssten die Zelte doch anders aufbauen. Das war etwas frustrierend, weil wir doch so stolz waren auf unserer Erfahrung. Zum Abendbrot gab es Nudeln mit einem großen Stück Rumpsteak. Wir hatten erfahren, dass wir zwar Grillfleisch in den Park rein nehmen dürfen, aber nicht mehr mit hinaus. Juliane hat es aber gut gemeint und über ein Kilo Fleisch gekauft. Das bedeutete für den zweiten Abend viel Fleisch zu essen. Nach dem Abwasch gingen wir alle zu dem Wasserloch. Dort legten wir uns mit den anderen Gästen auf die Lauer, und warteten ab, welche Tiere wohl in der Dämmerung dorthin kommen würden. Wir wurden alle ganz aufgeregt, als ein Nashorn sich blicken ließ. Und mit einer Staubwolke hinter sich herziehen sich dem Wasserloch näherte. Inzwischen war es auch schon ganz dunkel geworden aber das Wasserloch war beleuchtet. Es war schön zu sehen wie das Nashorn das Wasser genoss. Dann kam noch eine Hyäne dazu. aber das Nashorn wollte sie nicht ans Wasser lassen. Ein spannendes Schauspiel. Die Kinder und Frank gingen dann zurück zum Auto, Juliane blieb noch etwas und kam in den Genuss eines zweiten Nashorns. Juliane ging es auch nicht so gut an dem Tag, denn sie hatte sich verlegen und hinkte sehr. Aber sie bis die Zähne zusammen!





Damit uns heute nicht wieder die Zeit wegrennt, versuchen wir uns etwas zu beeilen. Um 9.00 Ihr fahren wir zu den Felsenzeichnungen Twyfelfontein, sie sind bis zu 6000 Jahre alt und von den Bushmännern als Unterrichtsmethode für Nachkommen und aus rituellen Motiven aufgezeichnet worden. Die „san“ „damara“ und andere Stämme waren Nomaden, so dass wirklich alle Tiere Namibias vorkommen, Elefanten, Gitaffen, Springböcke, aber auch Pinguine und Robben. Wirklich faszinierend ist, dass ein Kreis mit Punkt in der Mitte überall auf der Welt ein Symbol für Wasser darstellt. Desiree, unser guide konnte gut deutsch sprechen, was sie nur von den Touristen gelernt hat.
Danach sind wir ins Damara living museum gefahren sind, indem gezeigt wurde, wie der Stamm der Damara früher gelebt haben. Dazu gehört Feuer machen, Kleidung und Schmuck herstellen, Schmiede, und Heilkräuterkunst. Matthea tanzte den traditionellen Tanz mit. Die traditionelle Kleidung bestand aus einem Kleid oben ohne.
Danach sind wir weitergefahren und da wir am Vortag kein Wasser gefunden hatten, ging die Suche mit erhöhtem Druck weiter. In einem kleinen Dorf kauften wir Mangosirup, zwei Flaschen, weil wir dachten es sei Saft und Milch. Wasser gab es wieder nicht. In der Kühltruheerhofften wir Fleisch, leider gab es nur noch Hühnerherz und Leber. Nichts für uns. Aber die Mädels waren hin und weg von den süßen Kindern und schenkten ihnen ein bisschen Geld, weil keine Stifte greifbar waren.
Letzte Rettung war die Palmwaglodge



. Wir durchquerten den Veterinärzaun und kauften 10 Liter Wasser und Grillfleisch, was wir illegal schmuggelten.
Ich fuhr weiter und ohne zu ahnen fuhr ich den Grootbergpass und kamen glücklich in Hoada an. Auf dem Weg dorthin sehen wir unsere ersten Elefanten und zwei Giraffen.
Die Hoada Campsite liegt wieder wunderschön zwischen Granitfelsen mit eigenen Sanitären Anlagen.
Um 8.30 treffen wir uns mit Deska, dem Guide, den Katrin letztes Jahr kennen gelernt hat. Mit zwei niederländischen Familien gehen wir eine Stunde durch die Steppe zu seiner Farm. Er hatte mal 70 Kühe, aber da es seit vier Jahren nicht mehr geregnet hat, sind es nur noch 10 Kühe und etliche Ziegen. Ursprünglich hat das Land mal einem weißen Farmer gehört, der als er ging, das Land Deskas Vater überlassen hat. Jetzt hat die Comunity der Gegend den Campingplatz als weitere Einnahme Quelle, was angesichts des Wetters sehr wichtig ist. Die Verwaltung etc. wirkt sozialistisch, da die Gewinne allen zugute kommen. Deska erzählt viel und dann sollen we ihm helfen sein Haus zu bauen. Ein traditionelles Haus Süd Stöcken und Lehm. Es ist sehr klein, aber es reicht zum Schlafen. Seine Mutter rührt für uns die richtige Mischung an, Eseldunk, Lehm und Erde vermischt mit Wasser. Dann geht es wie beim Brotbacken, sagt sie plötzlich auf deutsch und knetet die Erde. Danach sind wir dran und formen große Kugeln daraus, die wir dann zwischen die Stäbe des Hauses verteilen. Nach dem Händewaschen gibt es noch Krapfen, auf dem offenen Feuer zubereitet. Noch ein Blick in den Garten, in demKürbis, Mais und vieles mehr wächst.
Matthea und Salomea haben sich mit den drei kleinen Kindern angefreundet. Gummibärchen und Lutscher sorgten für Freude aber nicht alle Kinder konnten damit etwas anfangen. Sie kannte es nicht. Der einjährige Sohn von Deska krabbelte umher und seine Abwehrkräfte müssen echt stark sein. Wir blieben fast zwei Stunden dort, so dass der einstündige Rückweg in der heißen Sonne anstrengend wurde.
Daher waren wir froh den Nachmittag zu entspannen. Endlich konnte ich in die Hängematte und alle erfrischten sich im Pool, nur leider waren die Fliegen tatsächlich sehr nervig. Wir hätten vielleicht doch mit den e-bikes einen Ausflug machen sollen ä.![]()
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Endlich gönnen wir uns am Morgen ein gemütliches und ruhiges Frühstück, die Fahrstrecke erscheint mir nicht sehr lang. Also kommen wir erst um 10.10 von der Campsite runter. Unser nächstes Ziel heißt Brandberg und ist der höchste in ganz Namibia. Es gibt dort wieder Felsenzeichnungen, die sogenannte White Lady. Da weit und breit kein Auto zusehen ist, lassen wir die Kinder Auto fahren, Tabea hat ja schon vom Vortag ein bisschen Übung, aber bei der gravelroad das konstante Tempo zu halten, ist nicht ganz einfach. Dann möchte Salomea auch fahren, was sofort per Video festgehalten wird, allerdings beschränken wir das Tempo, damit jede die Kontrolle über das Auto nicht verliert. Salomea meistert die Fahrt souverän. Natürlich möchte Matthea auch als letzte fahren. Sie kann geradeso über das Lenkrad schauen und hat sie einen riesigen Spaß. Wir müssen in am häufigsten an das speedlimit erinnern, denn durch ihr Autospiel auf dem Handy, fühlt sie sich sehr sicher.
Wir hatten jede Mange Spaß, obwohl ich das ein oder andere Gebet nach oben geschickt habe. Nur dummerweise haben wir dadurch etliche Zeit verloren, so dass wir erst um 13.30 am Brandberg ankamen. Nach einer kleinen Stärkung, beschlossen wir nicht die zwei Stunden Fußmarsch zur white Lady in Angriff zu nehmen, da wir bestimmt noch zwei Stunden zu unserem Madiscamp fahren würden.
Wir nahmen eine Abkürzung und fuhren einen local Shops an, um Wasser zu kaufen, aber Trinkwasser gab es nicht zu kaufen. Noch hatten wir Vorrat,
Endlich kamen wir gegen 16.00 in Madisa Camp an. Wunderschöner Platz und Frabk und die Mädels gingen in den Pool. Ich wollte nach einer Dusche mich in die Hängematte legen, nur als ich mit allem fertig war, kamen die anderen wieder. Hatte zulernten Mal ein bisschen Wäsche gewaschen. Dann Zelte aufbauen und um 19.00 gab es Abendessen. Der Koch hatte drei große gußeiserne Töpfe auf dem Feuer stehen. Fleisch, Kartoffelbrei und Gemüse. Ein uriges Abendessen, das durch Salat und Nachtisch vervollständigt wurde. Gut gesättigt gingen wir unter dem beeindruckenden Sternenhimmel zurück und gingen um 21.00!Uhr schlafen. ![]()
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