11. Grootbergschool + Beginn Etoshapark

Nachdem wir wie üblich alles zusammengepackt hatten, verabschiedeten wir uns von Deska und machten uns auf zu der Schule. Nach 4 km erreichten wir sie. Hoppes hatten diese Schule letztes Jahr besucht und uns davon erzählt. Juliane hatte schon in den Tagen davor intensiven E-Mail Kontakt mit Solina, der Direktorin. So wurden wir schon von ihr erwartet und sehr herzlich begrüßt. Sie führte uns durch die ganze Schule, auf der über 300 Schüler sind. Über 200 Schüler leben dort wie in einem Internat. Als erstes zeigte sie uns eine erste Klasse – die Kinder dort waren sehr aufgeregt und freuten sich uns zu sehen. Die Klassenlehrerin versuchte uns die vier unterschiedlichen Klicklaute in ihrer Sprache beizubringen. Nur salomea schaffte es einwandfrei. Dann durften die Kinder uns Fragen stellen. Sie wollten wissen wo wir herkommen in welche Klassen unsere drei Mädchen gehen und wie wir nach Namibia gekommen sind. Dann sagen sie noch ein Lied für uns. Zum Abschied wollten sie uns alle abklatschen, was uns sehr Freude aber auch verwunderte. Dann kamen wir in eine 7. Klasse, die hatten gerade Agrikultur Unterricht. Auch dort wurden uns zwei Lieder gesungen es war ein wunderschöner Chor mit tollen Stimmen. Als diese Schüler uns Fragen stellen durften wollten sie wissen welche gefährlichen Tiere ist bei uns in Deutschland gibt. Da waren wir erstmal überfordert und haben nur „Wolf“ gesagt. Dann wollten sie noch wissen, ab wann man bei uns wählen darf. Jolina zeigte uns dann noch die Küche, die draußen auf dem Hof steht und einen Schlafraum der Kinder. Gerade der Schlafraum war für uns sehr erschütternd. Denn dort standen insgesamt 8 Doppelbetten in einem Raum. Persönliche Dinge waren in einer Art Metallkoffer in einer Ecke zusammengestellt. Aber nicht alle Kinder hatten so einen Koffer. Jolina meinte einige haben ihre privaten Dinge auch einfach nur unter der Matratze. Die Matratzen waren sehr einfach und teilweise auch schon kaputt. Die Kinder haben oft noch nicht einmal das Geld für die Decken und die Kissen, das wird der Schule alles gespendet. Wenn die Kinder Ferien haben im Dezember vier Wochen, dann laufen einige von ihnen bis zu 40 km nach Hause. Als wir auf den Schulhof traten, begann gerade die große Pause. Die Kinder waren echt überfordert, als ganz viele von den Schülern sie umringten, ihre Haare anfassen wollten, und immer wieder nach Ihren Namen fragten, und in welche Klasse sie gingen. Danach durften wir uns noch in das Buch der Schule eintragen übergaben unsere Geschenke, Buntstifte und Papier und auch eine kleine Spende und dann verabschiedeten wir uns wieder. Gerade unseren Kindern war dieser Besuch sehr eindrücklich. Dann ging es Richtung Etosha. In Kamaljab wollten wir unsere Vorräte auffüllen. an der Tankstelle wurde Juliane von vielen Frauen umringt, die ihr Schmuck verkaufen wollten. Das hatte schon etwas bedrückendes. Überhaupt merkten wir, wie ungewohnt für uns solch eine etwas größere Stadt inzwischen war. Wir fühlten uns etwas unwohl die Kinder wollten gar nicht aus dem Auto steigen. Wir sind dann aber doch alle in den Supermarkt gegangen, dort hätten wir unsere 5 Liter Flaschen auffüllen können, aber inzwischen hatten wir sie weggeworfen. Wir bekamen alles, was wir auf unsere Einkaufsliste geschrieben hatten, auch ein Dosenöffner und ein Schälmesser waren dabei. Nach 100 Kilometern kamen wir am Galton Gate an. Dort mussten wir unseren Kofferraum öffnen und wurden nach Plastiktüten durchsucht. Eine kleine weiße Tüte musste ich vor den Augen des Polizisten wegwerfen. Er erklärte mir, das trüge zur Müllvermeidung bei. Er fragte mich auch, ob wir Schusswaffen dabei hätten. Als er unsere Töchter sah, wurde er gleich viel freundlicher, und erklärte mir bei ihm zu Hause wären sie zu fünf Söhnen und fünf Töchter gewesen. Die ersten Kilometer im Park waren sehr ruckelig. Ganz zu Beginn sahen wir einen Springbock, dann eine ganze Weile gar gar kein Tier. Wir fuhren brav die Wasserlöcher ab die auf der Karte eingezeichnet waren und die Kinder hatten die Tiere ab, die wir sahen. Nach einer Weile hatten wir verstanden, das Zebras und Impalas eigentlich fast immer und überall waren. Etwas Besonderes waren Giraffen oder auch Wilddeere, Elefanten sahen wir insgesamt 15. Kudus Springböcke gab’s auch öfters. Gegen 16 Uhr kamen wir an unserem Campingplatz Olifantrus an. Es war ein staatlicher, so waren aber alle im Park. Wir hatten diesmal keine eigene Toilette oder Dusche, sondern mussten zu den Gemeinschaftseinrichtungen laufen. Routiniert, wie wir waren, bauten wir unsere Zelte auf, bis ein junger Holländer, unser Camping Nachbar, zu uns kam, und meinte, wir müssten die Zelte doch anders aufbauen. Das war etwas frustrierend, weil wir doch so stolz waren auf unserer Erfahrung. Zum Abendbrot gab es Nudeln mit einem großen Stück Rumpsteak. Wir hatten erfahren, dass wir zwar Grillfleisch in den Park rein nehmen dürfen, aber nicht mehr mit hinaus. Juliane hat es aber gut gemeint und über ein Kilo Fleisch gekauft. Das bedeutete für den zweiten Abend viel Fleisch zu essen. Nach dem Abwasch gingen wir alle zu dem Wasserloch. Dort legten wir uns mit den anderen Gästen auf die Lauer, und warteten ab, welche Tiere wohl in der Dämmerung dorthin kommen würden. Wir wurden alle ganz aufgeregt, als ein Nashorn sich blicken ließ. Und mit einer Staubwolke hinter sich herziehen sich dem Wasserloch näherte. Inzwischen war es auch schon ganz dunkel geworden aber das Wasserloch war beleuchtet. Es war schön zu sehen wie das Nashorn das Wasser genoss. Dann kam noch eine Hyäne dazu. aber das Nashorn wollte sie nicht ans Wasser lassen. Ein spannendes Schauspiel. Die Kinder und Frank gingen dann zurück zum Auto, Juliane blieb noch etwas und kam in den Genuss eines zweiten Nashorns. Juliane ging es auch nicht so gut an dem Tag, denn sie hatte sich verlegen und hinkte sehr. Aber sie bis die Zähne zusammen!

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