Buffalo Game Park und Riverdancelodge

In der zweiten Nacht in Nunda hörte ich dann doch die Hippos, sie grunzten tief und ich hatte das Gefühl sie waren auf Campsite 8 neben uns, wahrscheinlich waren sie dann doch etwas weiter, denn am Morgen konnte ich in der Buschzeitung keine Spuren von ihnen entdecken. Vielleicht war das auch besser so. Besonders vielfältig war das Vogelkonzert, das uns weckte.

Leider verließen wir Nunda heute, fuhren aber noch in den Buffalo Game Park, der 20 km entfernt liegt. Heute war die letzte Chance Löwen zu sehen und ich trällerte voller Zuversicht „in the dungle the lion sleeps tonight“ aus König der Löwen.

Um 11.30 fuhren wir dort hinein. Wir sollten uns immer am Fluss, kawango, halten. Wir hatten eine Handgemalte Karte von dem Lodgebesitzer und den Hinweis „Leoparden liegen meist auf Bäumen und Löwen auf der Erde“ Eine Löwin habe gerade zwei Junge.

Lange sahen wir nur die üblichen Kudus, Springböcke und wieder Paviane, aber auch Warzenschweine und eine schwarze Variante vom Onyx. Im Wasser dann aber auch eine riesige Herde von Wasserbüffeln. Und zwei Elefanten, die im Wasser spielten. Das war schön. Einen großen Weißkopfadler hoch im Baum.

Nach 2 1/2 Stunden beschließen wir zurück zu fahren, nach einem kleinen Halt. Sprachen wir wieder über die Verstecke der Löwen und ich meinte mit einem Verweis auf die linke Autoseite, dass sich Löwen eher auf dieser Seite verstecken würden und sage, da ist einer. Wir können es kaum glauben, ganz in der Nähe von uns liegt ein Prachtexemplar (mein neues Lieblingswort) ein männlicher Löwe, ganz allein. Wir stellen das Auto ab, obwohl Frank jetzt unsere Bitten, langsam, noch ein bisschen vor oder langsam zurück, schon super gut befolgt. Wir sind ein super Team. Unsere Fotoapparate klicken. Der Löwe steht auf, dreht sich und gähnt. Es ist wunderbar zu beobachten. Nach 20-30 Minuten fahren wir beseelt weiter und denken, das war nun wirklich der Höhepunkt und erwarten nicht mehr viel. Aber ganz plötzlich sagt Matthea Elefant und das war wirklich untertriebenen. Wir standen mitten in einer Herde von Elefanten, vielleicht 10 Tiere oder mehr, das Dickicht lässt das nicht erkennen, was aber sehr schnell für uns klar wird, den Elefanten gefällt unsere Anwesenheit überhaupt nicht. Sie tröten und einer kommt auf uns zu. Schnell hat Frank den Rückwärtsgang eingeschaltet und fährt rückwärts. Uns sitzt der Schreck echt in den Knochen. Wir warten, sehen die Elefanten nur durch das Dickicht, aber sie bleiben aggressiv, so kommt es uns vor. Nach einer Weile sind sie weiter gezogen und wir fahren sehr langsam an der Stelle vorbei. Nach einem km sind wieder zwei große Elefanten direkt neben der Straße, neben unserem Auto, vorher nicht zu sehen, wieder ein lautes Tröten, mein Fenster war offen und ich sagte zu Frank, fahr weiter und er wurde wirklich schnell. Jetzt war uns wirklich klar, wir sind in der freien Natur und die Tiere sind Wildtiere.

Das war ein unglaublicher Tag, der letzte Safaritag unserer Reise, der Caprivi hat sich wirklich gelohnt. Ehrlich gesagt, waren wir froh, dass wir an diesem Tag sicher aus dem Gamepark heraus gekommen sind.

Unser Riverdance Campsite war ca. 40 km Richtung Rundu, wieder mit Blick auf den Fluss, aber mit einem Sicherheitsabstand. Eigenen Toiletten und sehr ruhig. Wir gönnten uns ein Abendessen in der Lodge. Unglaublich, gekrönt mit wieder einer wunderschönen Lodge plus Campsite.

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  1. Avatar von Unbekannt

1 Comment

  1. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus….!!! Ein wahnsinnig aufregender Tag…! Man ist irgendwie live dabei…!
    Du schreibst wunderbar 😀 ..!

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