Morgens zeigte sich Swakopmund so, wie es wohl häufig dort aussieht; bedeckt und neblig feucht. Nach einem ausführlichen Tankstopp fuhren wir auf direktem Weg nach Spitzkoppe, weil wir uns dort noch ein wenig umschauen wollten. 100 km Asphaltstraße, dann bestimmt noch 1 1/2 Stunden gravelroad. Kurz bevor wir ankamen, hielten wir an einem Straßenstand und kauften Holz und zwei Ketten. Etwas verunsichert war ich, als sie uns nach „Food“ fragten und ich ihr nur Wasser und Cracker geben konnte, alles andere war fest verpackt. Mit einem etwas traurigen Gefühl fuhren wir weiter. Wir suchten uns einen schönen Campingplatz in dem weitläufigen Gelände rund um die Spitzkoppe. Jeder Platz hat ein eigenes Klo, weil sie so weit auseinander liegen. Allerdings nur als Sickergrube ohne Wasser, aber völlig ausreichend, denn schließlich müssen wir ja auch mal unseren 50 Liter Tank mit Brauchwasser nutzen. Jeder Platz liegt zwischen riesigen Granitfelsen und hat eine eigene Grillstelle. Wir nehmen Platz 7, weil er ganz in der Nähe von dem großen Felsenbogen genannt “ brigde“ liegt, so ist der Weg nicht so weit, wenn wir den Sonnenuntergang anschauen wollen. Die Sonne brennt wirklich heiß in der Mittagszeit und nach einem kleinen Snack, suchen wir uns jeder ein Plätzchen zur Mittagsruhe und wieder ärgere ich mich, dass ich in letzter Sekunde die Picknickdecke zu Hause rausgenommen habe. Ich schnappe mir lieber den Fotoapparat und schau mich um. Viel Mittagspause lasse ich den andern nicht, denn wir wollen doch noch zum „bushmans paradise“, dafür müssen wir erst ein ganzes Stück an der Spitzkoppe vorbeifahren, viele Kurven und riesiges Gehumpele. Am Parkplatz erwartet uns ein Guide und führt uns den steilen Berg hoch, zum Glück ist der Weg mit einer Eisenkette gesichert, was beim Klettern echt hilfreich ist. Ohne Guide darf man gar nicht mehr hoch gehen. Oben bestaunen wir die Aussicht und die Felsenmalerei, die allerdings nicht mehr so gut erhalten sind. Den Guide können selbst Frank und ich nicht verstehen, da er sehr undeutlich spricht. Aber der Ausflug hat sich gelohnt, denn Bewegung tut gut, auch wenn es wegen der Hitze anstrengend war. Hier in Spitzkoppe ist es wirklich afrikaheiß. Auf dem Rückweg versucht Tabea zum ersten Mal Auto zu fahren. Die Sandpiste und die vielen Kurven sind eine echte Herausforderung, die sie gut meistert, zwar mussten wir dabei viel lachen, aber das ist ja der Reiz unseres engen Lebens.
Am Abend wollen wir das erste Mal grillen. Frank zündet das Holz an, die Kinder decken den Tisch und ich gehe auf Fotojagd, die Brücke bei Sonnenuntergang. Zum Glück kommen mir alle anderen nach und es folgt ein ausgiebiges Fotoshooting.
Die Kartoffeln garen in der Glut und sind köstlich, das riesige Fleischstück dauert lange, aber alles schmeckt hervorragend unter freiem Himmel. Auf den Glutresten erhitzt Frank Wasser für den Abwasch.
Der Sternenhimmel umfängt uns von allen Seiten und ist unglaublich schön. Als Nachtisch gibt es Marshmallows gegrillt, köstlich und die Kinder stimmen Lieder an. “ Der Mond ist aufgegangen “ und andere Lieder. Ein harmonischer und ruhiger Abend. Doch um 20.30 gehen alle schlafen, nur ich genieße noch diesen sagenhaften Sternenhimmel.
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