7. Tag Swakopmund bis Spitzkoppe

Morgens zeigte sich Swakopmund so, wie es wohl häufig dort aussieht; bedeckt und neblig feucht. Nach einem ausführlichen Tankstopp fuhren wir auf direktem Weg nach Spitzkoppe, weil wir uns dort noch ein wenig umschauen wollten. 100 km Asphaltstraße, dann bestimmt noch 1 1/2 Stunden gravelroad. Kurz bevor wir ankamen, hielten wir an einem Straßenstand und kauften Holz und zwei Ketten. Etwas verunsichert war ich, als sie uns nach „Food“ fragten und ich ihr nur Wasser und Cracker geben konnte, alles andere war fest verpackt. Mit einem etwas traurigen Gefühl fuhren wir weiter. Wir suchten uns einen schönen Campingplatz in dem weitläufigen Gelände rund um die Spitzkoppe. Jeder Platz hat ein eigenes Klo, weil sie so weit auseinander liegen. Allerdings nur als Sickergrube ohne Wasser, aber völlig ausreichend, denn schließlich müssen wir ja auch mal unseren 50 Liter Tank mit Brauchwasser nutzen. Jeder Platz liegt zwischen riesigen Granitfelsen und hat eine eigene Grillstelle. Wir nehmen Platz 7, weil er ganz in der Nähe von dem großen Felsenbogen genannt “ brigde“ liegt, so ist der Weg nicht so weit, wenn wir den Sonnenuntergang anschauen wollen. Die Sonne brennt wirklich heiß in der Mittagszeit und nach einem kleinen Snack, suchen wir uns jeder ein Plätzchen zur Mittagsruhe und wieder ärgere ich mich, dass ich in letzter Sekunde die Picknickdecke zu Hause rausgenommen habe. Ich schnappe mir lieber den Fotoapparat und schau mich um. Viel Mittagspause lasse ich den andern nicht, denn wir wollen doch noch zum „bushmans paradise“, dafür müssen wir erst ein ganzes Stück an der Spitzkoppe vorbeifahren, viele Kurven und riesiges Gehumpele. Am Parkplatz erwartet uns ein Guide und führt uns den steilen Berg hoch, zum Glück ist der Weg mit einer Eisenkette gesichert, was beim Klettern echt hilfreich ist. Ohne Guide darf man gar nicht mehr hoch gehen. Oben bestaunen wir die Aussicht und die Felsenmalerei, die allerdings nicht mehr so gut erhalten sind. Den Guide können selbst Frank und ich nicht verstehen, da er sehr undeutlich spricht. Aber der Ausflug hat sich gelohnt, denn Bewegung tut gut, auch wenn es wegen der Hitze anstrengend war. Hier in Spitzkoppe ist es wirklich afrikaheiß. Auf dem Rückweg versucht Tabea zum ersten Mal Auto zu fahren. Die Sandpiste und die vielen Kurven sind eine echte Herausforderung, die sie gut meistert, zwar mussten wir dabei viel lachen, aber das ist ja der Reiz unseres engen Lebens.

Am Abend wollen wir das erste Mal grillen. Frank zündet das Holz an, die Kinder decken den Tisch und ich gehe auf Fotojagd, die Brücke bei Sonnenuntergang. Zum Glück kommen mir alle anderen nach und es folgt ein ausgiebiges Fotoshooting.

Die Kartoffeln garen in der Glut und sind köstlich, das riesige Fleischstück dauert lange, aber alles schmeckt hervorragend unter freiem Himmel. Auf den Glutresten erhitzt Frank Wasser für den Abwasch.

Der Sternenhimmel umfängt uns von allen Seiten und ist unglaublich schön. Als Nachtisch gibt es Marshmallows gegrillt, köstlich und die Kinder stimmen Lieder an. “ Der Mond ist aufgegangen “ und andere Lieder. Ein harmonischer und ruhiger Abend. Doch um 20.30 gehen alle schlafen, nur ich genieße noch diesen sagenhaften Sternenhimmel.

6.Tag Swakop-Quadtour

Und wieder geht der Wecker um 6:30 Uhr. Gestern beim Essen in dem Restaurant „the old Sailor“ fragten wir nach einem Friseur, der den Mädchen die Haare flechten würde, worauf die Kellnerin meinte ihre Freundin könne das auch sehr gut. Wir sollten jedoch erst in dem offiziellen Frisörladen fragen, die machen diese Frisuren aber nicht. Also kam Gina um 7.00 Uhr zu uns, um den Mädchen bis 10.00 Uhr in kleine blonde Afrikanerin zu verwandeln. Aber die angekündigten 7.00 Uhr waren eine afrikanische Zeitangabe. Salomea, Matthea und ich warteten in der eisigen Kälte bis 7.40 Uhr, bis sie endlich kam. Gina ist eine sehr nette, zurückhaltende junge Frau aber bis 9.40Uhr hat sie Salomeas Kopf 1/3 fertig. Wir vereinbaren, dass sie am Nachmittag wieder kommt. Denn wir haben für heute eine Quad und sandboarding Tour gebucht für zwei Stunden. Wir werden wieder abgeholt und zu Desert Explorer gebracht, dort warten schon unser Guide Marlon und 5 Quads auf uns und zwei freundliche Papageien. Unser Guide liebt Anfänger, sagt er und wir haben viel Spaß zusammen. Sogar Matthea fährt ihr eigenes. Cool. Wir gewöhnen uns schnell daran und dann geht es auch schon in die Dünen. Tabea steigt nach 15 Minuten auf den hinteren Sitz von Marlon, dort hat sie mehr Spaß als auf ihrem eigenen Quad und weiter gehts bergauf und bergab und immer in der gleichen Spur. Wir sind alle sehr begeistert, vor allem, wenn man im weichen Sand vor dem Hügel richtig Gas geben muss.Nach einer Stunde halten wir an zum sandboarding. Ich, Juliane, muss als erste runter, damit ich die anderen filmen kann. Gut, dass ich die Videos von Katrin gesehen habe. Es ist gigantisch, Adrenalin und dann nur noch fun. Ich lege mich auf das Brett, halte es vorne hoch und die Füße hinten auch. Marlon meint, wir würden 70 kmh schnell werden. Er schiebt mich an und ich komme sicher unten an. Frank versucht es auch, lässt allerdings die Ellenbogen nicht auf dem Board und kullert unten vom Brett und ist voller Sand, sehr verwegen sieht er nun aus. Matthea ist unerschrocken und hat keine Probleme, Salomea muss sich ein wenig überwinden, aber es macht so viel Spaß, dass wir die Tour auf drei Stunden verlängern. Wenn wir nur nicht die Düne wieder hoch laufen müssten, was so anstrengend ist, dass wir nur 2-4 mal fahren. Und Marlon hat seine wahre Freude an uns, er ist ein echter Afrikaner, herzlich, lustig und lacht so ansteckend, dass wir uns die Bäuche vor Lachen halten. Am besten war, als er Tabea extra zu einer Düne fährt, damit sie unbeobachtet Pippi machen kann und er sie zwar weit weg fährt, aber so das wir sie alle sehen können. Nach einer weiten Stunde, in der Salomea sich immer wieder festfährt, Mama rutscht auch einmal ab, Matthea ist voll cool und hat keine Panne, genau wie Frank natürlich auch nicht. Dann stellen wir fest, das Salomeas Quad gedrosselt war, also war es gar nicht ihre Schuld. Marlon erklärt uns noch etwas zu einem 100 Jahre alten Pferdegrab von den Deutschen und fährt uns total glücklich zurück nach Hause und wieder lachen wir herzhaft.

Nach einer Dusche gehen wir wieder essen, denn in der Sonne ist es viel schöner als in unserem Kühlschrank Appartement und außerdem müssen wir Gina Bescheid sagen, das wir zurück sind. Das Steak war sehr lecker und Gina kommt um 15.30 mit uns um die Frisuren weiter zu flechten. Kaum zu glauben, sie ist erst um 20.30 fertig. Jetzt alle Mädchen blonde Afrikanerinnen und schlafen auf ihren vielen Zöpfen. ä


In Swakop – die Wüste lebt!

Nachdem wir unsere Taschen ausgepackt hatten, führte unser erster Weg in den örtlichen Supermarkt. Nach langer Familiendiskussion entschieden wir uns fürs Abendessen für Tacos. Mit unserem Einkauf ging es zurück ins Apartment. Dort bereiteten wir das Essen zu und aßen sehr hungrig. Es reichte noch für eine Partie Wizard, danach gehen wir alle schnell und sehr müde ins Bett. Am nächsten Morgen holte uns Kevin zur „Little Five Tour“ in der Wüste ab. Wir hatten eine Tour gebucht, um das Leben in der Wüste kennenzulernen. Es war hochinteressant und faszinierend. Als erstes erklärte uns unser Guide, wie es noch vor zehn Jahren hier in der Wüste ausgesehen hatte. Dazu zeigte er uns Fotos von vielem Quad-Reifenspuren in der Wüste. Sein Chef Chris hat dafür gesorgt, dass diese Wüste als Naturschutzgebiet anerkannt wurde. Das Leben in der Wüste fängt an mit dem Müsli, so Kevin. Das sind Samen und kleine Äste und Blätter, die der Wind von weit her herbeiwieht. Dieses Müsli zieht wiederum kleine Käfer an, die sogenannten Tock – Tocks. Aber für jedes Müsli braucht man Milch. Die Milch in der Wüste ist der Tau, der sich am frühen Morgen auf den Pflanzen sammelt. Die Tock-Tockis klettern auf die Dünen, stellen sich auf den Kopf, und lassen sich den Tau vom Rücken in den Nacken und dann in den Mund laufen. Diese Flüssigkeit reicht ihnen für den Tag. Als erstes Tier zeigte uns Kevin einen kleinen Wüstengecko, ein Baby-Tier, das es nur hier in dieser Wüste gibt. Es ist nachtaktiv, und war sehr verwirrt am Tag herausgezogen worden zu sein. Wir durften alle ein Foto machen, dann wurde es wieder in eine neue Höhle gesetzt und in Ruhe gelassen. Als nächstes fand Kevin für uns eine Schlange. Sie hatte sich am Fuße einer Düne vergraben, und nur der Kopf schaut noch raus. Wir konnten alle überhaupt gar nichts erkennen, so gut getarnt hatte sie sich. Diese Schlange hat gleich zwei verschiedene Gifte: einmal ein Nervengift und dann noch ein Körper Gift. Wenn man von ihr gebissen wird, kann es bis zu zwei Monate dauern, bis man sich wieder fit fühlt, und er erzählte uns glaubhaft, man wäre lieber tot als dieses Gift in sich zu haben. Die Schlange lässt ein Stückchen von ihrem Schwanz draußen stehen, so dass jede Eidechse denkt, es ist eine Käferlarve.Die Schlange ist nämlich nicht schnell, aber sie kann schnell zupacken und zubeißen, das ist ihr Trick, wie sie an Futter kommt. Danach fand Kevin für uns einen Gecko, der sich auf einer kleinen Düne in der Sonne aufwärmte. Dafür hatte er eine schwarze Farbe angenommen damit die Sonne ihn schneller aufwärmt. Kevin fütterte ihn mit Mehlwürmern, um zu zeigen, das seine Zunge genauso lang ist wie sein gesamter Körper. Aber irgendwie war dieser Geko schon satt, denn mehr als zwei Mehlwürmer wollte er nicht. Dann fand Kevin noch eine Blindschleiche für uns, das ist keine Schlange, wie wir dachten, sondern eine Eidechse ohne Beine. Sie kann sich wahnsinnig schnell im Sand vergraben. Danach fuhren wir weiter durch die Dünen und Kevin erklärte uns die Dollar Pflanze. Sie hat sich in Millionen von Jahren entwickelt, hat sehr harte Blätter, mit einer dicken Wachsschicht bedeckt, so dass die Flüssigkeit auch bei großer Hitze erhalten bleibt. Die Springmäuse und auch andere Tiere machen gerne Halt an der Dollar Pflanze, denn sie können dort Tau einsammeln oder auch bei großem Durst ein Stückchen von der Pflanze abknabbern und die Flüssigkeit aussaugen. Denn der Tau hat keine Mineralien, aber diese Pflanze hat viele Mineralstoffe in sich, die die Tiere zum Überleben brauchen. Auf der Dünentour erfuhren wir auch, warum der Sand so unterschiedliche Farben hat. Pink kommt von dem Mineral Granat, das mit dorthin geweht wird und das Schwarz kommt von dem Mineral Magnetit, das wie der Name schon sagt, magnetisch ist. Das führte uns Kevin eindrucksvoll mit einem Magneten vor. Die ganzen Dünen kommen aus dem Fluss Oranje aus dem Süden des Landes, der die ganzen Sedimente ins Meer spült. Das Meer trägt diese wieder an den Strand. Und der Wind weht die Sandkörner ins Land. Er zeigte uns eine Stelle, wo bis vor 40 Jahren noch keine Dünen waren. Inzwischen haben sich dort auch schon imposante Hügel gebildet. Zum Schluss fuhren wir auf eine Düne, um die Aussicht zu genießen. Dort fand ein anderer Mitarbeiter noch eine etwas größere richtige Eidechse mit Füßen. Auch hier war faszinierend zu sehen wie schnell sie sich bewegen konnte. Insgesamt war es wirklich eine sehr beeindruckende Tour und wir haben viel über das Leben in der Wüste gelernt.

4. Tag Welvisbay Swakopmund

Um 7:00 Uhr stehen wir auf und nehmen zum ersten Mal ein schnelles Frühstück ein. Eigentlich wollten wir um 8:00 Uhr los, weil wir die Kinder im Kindergarten treffen wollten, die nur bis 1:00 Uhr dort bleiben. Aber es dauert alles etwas länger , und so kommen wir erst um 9:00 Uhr los. Die erste halbe Stunde fahren wir sorglos auf der Gravelroad bis das Auto nicht mehr richtig zieht und schwarzer Rauch aus dem Auspuff kommt. Zum Glück hatten wir gerade Solitäre 12 km hinter uns gelassen, daher kehrten wir um , denn dort gab es einen Mechaniker. Diese geniale Idee hatte Juliane zum Glück! Wir waren heilfroh, dass wir nicht weiter gefahren sind. Sehr schnell reparierte der Mechaniker das Auto. Auf Julianes Frage, wie lange es wohl dauern wird, meinte er ganz trocken: „zehn Tage“! Aber das war nur ein Scherz! Wir kommen in den Genuss des wunderbaren Apfelkuchen, ein gutes zweites Frühstück. Glücklich, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, fuhren wir weiter. Die Landschaft veränderte sich, mal sah sie aus wie eine Mondlandschaft, mal war sie sehr hügelig. Der Naukluft Park ist sehr abwechslungsreich. Allerdings waren wir jetzt schon so spät, das uns klar war, wir werden es nicht mehr schaffen bis 13:00 Uhr. Die Mädels waren sehr enttäuscht, denn sie hatten sich so sehr auf die kleinen Kindergartenkinder gefreut. Frank hatte durch eine ehemalige Kollegin diesen Kontakt zu einer Partnergemeinde in Walvisbay hergestellt und wir haben eine ganze Kiste Stifte und Papier für sie im Gepäck. Die Gegend ist tatsächlich etwas ärmlich, dass echter Afrika. Wir freuen uns, als sich das Tor zum Kindergarten öffnet und wir Johanna treffen. Zum Glück sind doch noch einige Kinder dort. Sie singen für uns die National Hymne von Namibia und weitere Lieder. Wir singen mit ihnen zusammen „he got the whole World in his Hand“, tanzen Laurentia und haben viel Spaß. Johanna zeigt uns die Suppenküche und die Kirche, die seit drei Jahren im Bau ist. Die Außenmauern schon, aber mehr auch nicht. Aber die Offenheit und die Fröhlichkeit der Leute begeistert uns. Um 16.00 Uhr fahren wir weiter nach Swakopmund zu unserem Appartement. Drei Schlafzimmer, zwei Badezimmer- Luxus pur für drei Nächte. Das tut gut.

Sossusvlei – Weltevrede Guest Farm

Das ist Urlaub, schon um 6.00 Uhr morgens läutet der Wecker, da wir um 6.45 Uhr durch das zweite Tor zur größten Düne Namibias, Sossusvlei, fahren wollen. Wir zittern, da es nur 7 Grad und noch richtig dunkel ist, aber die anderen Camper packen auch zusammen. Wir hatten ja das Glück innerhalb des Nationalparks übernachten zu können, so dass wir schon bei den ersten sein können, die morgens die Düne besteigen können. Um 6.50 fahren wir ohne Frühstück und ohne Kaffee los, zunächst 60km auf einer Teerstraße und als es langsam heller wird staunen wir nur über die fantastische Dünenlandschaft, die rechts und links der Straße zu sehen ist. Bei km 45 sehen wir, wie schon eine Gruppe von 20 Personen die Düne 45 besteigt und wir wundern uns, weil Juliane den Reiseführer schon vor etwas längerer Zeit gelesen hatte und nicht mehr genau wusste, ob wir irgendwas falsch machen, wenn wir jetzt weiter fahren. (Herdentrieb lässt grüßen) Am Ende der 60 km schließt sich 5 km eine Fahrt durch tiefen Sand an. Also erstmal alle die letzte Toilette benutzen und den Reifendruck auf 1,8 bar rauslassen und los geht das Abenteuer. Frank fährt einfach durch den tiefen Sand, der Weg ist nicht so eindeutig, aber es macht mächtig Spaß, vor allem als Beifahrerin. Und dann sehen wir die große Düne ‚big Daddy‘. Wir schnappen uns die vielen Wasserflaschen und laufen erstmal an der Düne vorbei und steigen dann die Düne hoch….und rutschen immer wieder zurück, so dass wir langsam hoch kommen. Manchmal wird es sehr steil und dann ist es richtig anstrengend, gut, dass wir so früh losgefahren sind. Voller Elan keuchen wir bald und legen immer wieder Pausen ein. Da es rechts und links ziemlich steil runter geht, hat Matthea ein bisschen Angst und muss ihren ganzen Mut zusammennehmen, um weit hoch zu gehen. Der Ehrgeiz verlässt uns und nach 2/3 beschließen wir den Abstieg, denn auch Frank mag die Höhe nicht wirklich. Die anderen von uns sind sehr dankbar und wir beschließen, dass wir an unserer Kondition arbeiten müssen. Aber heute nicht. Der Weg zurück geht zwar schnell, da wir einfach die Düne runter laufen können, aber er zieht sich durchs Dead Vlei, wo ich viele Fotos mache. Ich bin von den unterschiedlichen Farben sehr beeindruckt. Es war zwar echt anstrengend, aber es hat sich gelohnt, es war alles wirklich unbeschreiblich. Also zurück durch den Sand und vor der Teerstraße muss Frank zum ersten Mal die Reifen vollpumpen. Aber wir hatten das Equipment ja alles an Board. Es klappt hervorragend. Und dann freuen wir uns auf ein Mittagslunch in dem Restaurant auf dem Campingplatz. Wir haben einen Bärenhunger. Nach Bratwurst, Pommes und Salat gehts weiter in den Sesriem Canyon. Eine 30 m tiefe Schlucht, die der Fluss gegraben hat, ein kleiner Spaziergang und dann zurück ins Auto. Ab zur nächsten ATM Maschine. Dort kann ich immer nur eine gewisse Menge Bargeld abholen und für die Wohnung in Swakopmund brauchen wir eine Menge Bargeld. Hier bekommt man total viele Scheine, da die höchste Schein 200 doller beträgt, das ist ca. 12 Euro. Die Fahrt zu unserem nächsten Campingplatz geht langsam voran, mir fallen fast die Augen zu. Aber dort bekommen wir einen sehr schönen Platz mit eigener Toilette und Dusche. Es gibt eine schöne warme Dusche. Wir kochen zum ersten Mal Nudeln mit Tomatensoße. Und um 20.30 Uhr gehen wir alle schlafen, es ist schon seit 19.00 Uhr dunkel. Der nächtlichen Toilettengang gestaltet sich sehr einfach, da der Vollmond die Nacht taghell erleuchtet. Ab 4.30 fühlen wir uns wie in Bayern auf dem Bauernhof. Der Hahn krächzt.

Von Windhoek in die Wüste

Nach einem reichhaltigen Frühstück und einem weiteren Einkauf mussten wir erstmal tanken. Da die Ausfahrt blockiert war, gestaltete sich die Abfahrt von der Tankstelle etwas schwierig. Nach etwas Aufregung schaffte Frank aber die Ausfahrt Richtung sesriem unserem Ziel für die Nacht. Erstmal 100 km Asphalt Straße waren kein Problem bis die Frage aufkam, sollen wir nicht „Hummeldumm“ hören ? Juliane schrie auf: „Wo ist der Stick mit der gesamten Musik und Hörbüchern?“ In Gedanken sah sie ihn noch im Hotel liegen. Hecktisches Suchen begann Frank, fuhr an den Seitenstreifen. Gerade als wir beschlossen hatten zurück zu fahren, fand Juliane den Stick in ihrer Hosentasche. Nach 100 km folgte nun unsere erste Gravel Road. Für Matthea eine ganz tolle Massage. Wir waren überrascht wie gut das Fahren doch ging und gewöhnten uns an das Ruckeln schnell. Auch Juliane kam gut vorran. Ein Highlight war die Fahrt über den spreedghood Pass, den Juliane mit etwas Bauchweh entgegen gesehen hatte, überrascht stellte sie fest, dass sie an den höchsten Punkt des Passes gefahren war. Eine tolle Aussicht lud zur Mittagspause ein. Runter fuhr Frank. Doch da die Straße gut befestigt war, ging es ziemlich gut. Unser nächster Halt war Solitaire, wo wir den berühmten Apfelkuchen aßen. Den Besten in ganz Namibia. Dem können wir nur zu stimmen. Die Kinder freuten sich ebenfalls über die leckere heiße Schokolade. Die Fahrt dauerte länger als wir vermutet hatten, daher kamen wir erst um 17 Uhr im sesriem campsite an. Zum ersten Mal mussten wir also unsere Zelte aufbauen. Da wir alle bei der Einweisung gut aufgepasst hatten, ging dies aber ohne Probleme. Unser campsite war Nummer 5 und ein schöner großer Platz für uns. Die gemeinschaftlichen sanitären Anlagen waren nicht weit von unserem Platz entfernt und waren von der Sauberkeit völlig ok. Der absolute Höhepunkt des Tages war das nachgeholte Geburtstagsessen von Juliane in der Sussovlei lodge. Da es schon um 18 Uhr dunkel wurde, war unser vorher reservierte Tisch, der draußen stand, mit schönen Lichtern dekoriert. Es gab ein Buffet mit Vorspeisen und Nachspeisen und 5 Köche, die an verschiedenen Grills standen und Fleisch,Fisch und japanische Nudeln für uns zubereiteten. Unter den Fleischsorten waren Zebras, Onyx, Kudus ,Sträuße und Springböcke zu finden, aber auch Schwein und Huhn und noch vieles mehr. Die Atmosphäre war einmalig. Nach dem Nachtisch gingen wir mit unseren Stirnlampen im Dunkeln zurück zu unserem campsite, wo Salomea ihre auf dem Hinweg verlorene Taschenlampe wieder fand. Danach gingen wir alle schnell ins Bett. Die Nacht war für manche sehr kalt, für manche aber auch sehr angenehm. Doch Juliane schlief fast garnicht, weil sie so aufgeregt auf den nächsten Tag war. Es war aber bequemer als gedacht und der Platz war für alle ausreichend. Ein schöner Tag ging um 22.00 Uhr zu Ende.

Der Hinflug

Der Flug an sich war sehr ruhig, keine besoffenen Kegelclubs. Die Sitze waren etwas unbequem für 11 Std. Flug! Wir konnten aber nicht zusammensitzen, Ma. & Sa. saßen extra. Dafür war das Entertainment-Programm sehr groß! Über 20 Filme, Spiele, Musik individuell zusammenzustellen. Geschlafen haben wir nicht wirklich, alle waren heute Morgen sehr müde, das kann auch daran gelegen haben, dass wir schon um 5:00 Uhr morgens Frühstück bekommen haben. Um 8:00 Uhr gab es einen Zwischenstopp in Luanda wir wissen leider nicht ob es in Angola oder im Kongo gewesen ist aber wir sind ja wieder gut weggekommen. In Windhouk angekommen, dauerte es noch bestimmt 45 Minuten bis wir vor der Frau in Uniform standen. Und sie immer Anweisungen in Ihren nicht vorhandenen Bart murmelte, die wir nicht verstanden. Sie wurde etwas grantig und verlangte tatsächlich die Geburtsurkunden. Juliana hatte die ganze Zeit Sorge dass unsere Taschen total zerstört worden sind weil die nicht besonders gesichert waren. Aber als wir endlich am Gepäck Band die Taschen entgegennahmen war alles in Ordnung. Wir fanden auch schnell unseren Guide der uns freundlich und herzlich begrüßt und uns zur Autovermietung brachte. Sein Name war Henry und er erzählte uns von den Besonderheiten des Namibia Nischen Autoverkehrs besonders hat er darauf hingewiesen dass man an den Checkpoint nicht am Stoppschild halten muss sondern da halten wo die Polizisten stehen auch wenn es weit weg ist vom Stoppschild auf der Fahrt sahen wir die ersten Tiere, Warzenschweine und sogar einen Pavian am Straßenrand.

Die Einweisung beim Auto war sehr gut. Allerdings ist den wachsamen Augen von Frank und den Kindern aufgefallen, dass das Zelt kein Familienzelt war, aber es wurde ohne Probleme getauscht dann noch die spannende FrageIch hab unser Gepäck rein passt,Denn die Campingausrüstung für fünf Personen ist echt viel. Aber es Hat gerade so gepasst alles gut verstaut und los geht’s nach Windhuk.

Flughafen

Unsere erste Aufregung haben wir schon hinter uns Vincent hat uns super gut zum Flughafen gefahren, und wir sind direkt zum Schalter der KLM gegangen. Als die freundliche Dame nach den Geburtsurkunden fragte, zog ich lächelnd die Kopien, die ich extra noch angefertigt hatte aus der Tasche und schaute triumphierend zu Frank und meinte ihn nachäffen zu müssen, dass man doch nicht beim Auswärtigen Amt nachlesen muss. Das meinte er nämlich gestern Abend. Aber mir Wurde auch ganz anders, als die freundliche Dame meinte sie bräuchte doch bitte die Originale. Gut, dass Tabeas Freund schon Auto fahren kann, er hatte uns zum Flughafen gefahren und er war so lieb das Stammbuch zu bringen. Ausatmen-warten-Freude. Jetzt müssen wir nur noch warten. Beim Sicherheitscheck war niemand vor uns. In den Nachrichten gestern hieß es, heute sei der stärkste Andrang des Jahres. 😉

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