Nachdem wir unsere Taschen ausgepackt hatten, führte unser erster Weg in den örtlichen Supermarkt. Nach langer Familiendiskussion entschieden wir uns fürs Abendessen für Tacos. Mit unserem Einkauf ging es zurück ins Apartment. Dort bereiteten wir das Essen zu und aßen sehr hungrig. Es reichte noch für eine Partie Wizard, danach gehen wir alle schnell und sehr müde ins Bett. Am nächsten Morgen holte uns Kevin zur „Little Five Tour“ in der Wüste ab. Wir hatten eine Tour gebucht, um das Leben in der Wüste kennenzulernen. Es war hochinteressant und faszinierend. Als erstes erklärte uns unser Guide, wie es noch vor zehn Jahren hier in der Wüste ausgesehen hatte. Dazu zeigte er uns Fotos von vielem Quad-Reifenspuren in der Wüste. Sein Chef Chris hat dafür gesorgt, dass diese Wüste als Naturschutzgebiet anerkannt wurde. Das Leben in der Wüste fängt an mit dem Müsli, so Kevin. Das sind Samen und kleine Äste und Blätter, die der Wind von weit her herbeiwieht. Dieses Müsli zieht wiederum kleine Käfer an, die sogenannten Tock – Tocks. Aber für jedes Müsli braucht man Milch. Die Milch in der Wüste ist der Tau, der sich am frühen Morgen auf den Pflanzen sammelt. Die Tock-Tockis klettern auf die Dünen, stellen sich auf den Kopf, und lassen sich den Tau vom Rücken in den Nacken und dann in den Mund laufen. Diese Flüssigkeit reicht ihnen für den Tag. Als erstes Tier zeigte uns Kevin einen kleinen Wüstengecko, ein Baby-Tier, das es nur hier in dieser Wüste gibt. Es ist nachtaktiv, und war sehr verwirrt am Tag herausgezogen worden zu sein. Wir durften alle ein Foto machen, dann wurde es wieder in eine neue Höhle gesetzt und in Ruhe gelassen. Als nächstes fand Kevin für uns eine Schlange. Sie hatte sich am Fuße einer Düne vergraben, und nur der Kopf schaut noch raus. Wir konnten alle überhaupt gar nichts erkennen, so gut getarnt hatte sie sich. Diese Schlange hat gleich zwei verschiedene Gifte: einmal ein Nervengift und dann noch ein Körper Gift. Wenn man von ihr gebissen wird, kann es bis zu zwei Monate dauern, bis man sich wieder fit fühlt, und er erzählte uns glaubhaft, man wäre lieber tot als dieses Gift in sich zu haben. Die Schlange lässt ein Stückchen von ihrem Schwanz draußen stehen, so dass jede Eidechse denkt, es ist eine Käferlarve.Die Schlange ist nämlich nicht schnell, aber sie kann schnell zupacken und zubeißen, das ist ihr Trick, wie sie an Futter kommt. Danach fand Kevin für uns einen Gecko, der sich auf einer kleinen Düne in der Sonne aufwärmte. Dafür hatte er eine schwarze Farbe angenommen damit die Sonne ihn schneller aufwärmt. Kevin fütterte ihn mit Mehlwürmern, um zu zeigen, das seine Zunge genauso lang ist wie sein gesamter Körper. Aber irgendwie war dieser Geko schon satt, denn mehr als zwei Mehlwürmer wollte er nicht. Dann fand Kevin noch eine Blindschleiche für uns, das ist keine Schlange, wie wir dachten, sondern eine Eidechse ohne Beine. Sie kann sich wahnsinnig schnell im Sand vergraben. Danach fuhren wir weiter durch die Dünen und Kevin erklärte uns die Dollar Pflanze. Sie hat sich in Millionen von Jahren entwickelt, hat sehr harte Blätter, mit einer dicken Wachsschicht bedeckt, so dass die Flüssigkeit auch bei großer Hitze erhalten bleibt. Die Springmäuse und auch andere Tiere machen gerne Halt an der Dollar Pflanze, denn sie können dort Tau einsammeln oder auch bei großem Durst ein Stückchen von der Pflanze abknabbern und die Flüssigkeit aussaugen. Denn der Tau hat keine Mineralien, aber diese Pflanze hat viele Mineralstoffe in sich, die die Tiere zum Überleben brauchen. Auf der Dünentour erfuhren wir auch, warum der Sand so unterschiedliche Farben hat. Pink kommt von dem Mineral Granat, das mit dorthin geweht wird und das Schwarz kommt von dem Mineral Magnetit, das wie der Name schon sagt, magnetisch ist. Das führte uns Kevin eindrucksvoll mit einem Magneten vor. Die ganzen Dünen kommen aus dem Fluss Oranje aus dem Süden des Landes, der die ganzen Sedimente ins Meer spült. Das Meer trägt diese wieder an den Strand. Und der Wind weht die Sandkörner ins Land. Er zeigte uns eine Stelle, wo bis vor 40 Jahren noch keine Dünen waren. Inzwischen haben sich dort auch schon imposante Hügel gebildet. Zum Schluss fuhren wir auf eine Düne, um die Aussicht zu genießen. Dort fand ein anderer Mitarbeiter noch eine etwas größere richtige Eidechse mit Füßen. Auch hier war faszinierend zu sehen wie schnell sie sich bewegen konnte. Insgesamt war es wirklich eine sehr beeindruckende Tour und wir haben viel über das Leben in der Wüste gelernt.









Jeden Tag was neues erleben…! Die Wüste lebt…! Live dabei zu sein ist der absolute 🔨!!!
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Ihr Lieben 5, toll, was und wieviel Ihr so schreibt und erlebt und vor allem, dass wir daran teilhaben dürfen. Michael hat Mitleid mit dem Gecko, der immer wieder Mehlwürmer fressen muss für die Touristen.😀😀 Jeden Tag gucke ich gespannt, ob wieder ein neuer Beitrag da ist. Euch weiter einen schönen Urlaub, von uns liebe Grüße aus Breisach Michael und Heidi
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